
NLP - Neuro Linguistisches Programmieren
Das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) gilt als bedeutsames
Konzept für Kommunikation und Veränderung, das heute ganz besonders
von den Menschen nachgefragt und genutzt wird, die beruflich mit
Kommunikation zu tun haben. NLP wird definiert als die Struktur der
subjektiven Erfahrung und untersucht die Muster oder die
"Programmierung", die durch die Interaktion zwischen dem Gehirn, der
Sprache und dem Körper kreiert wird, und die sowohl effektives als
auch ineffektives Verhalten produzieren können.
NLP beansprucht nicht, wissenschaftlich begründet zu sein, sondern
kann als stetige Weiterentwicklung angelegter Methodensammlungen
angesehen werden. Wie bei anderen psychologischen Ansätzen geht man
auch im NLP davon aus, dass menschliches Verhalten (äußerlich
wahrnehmbar) durch innere Prozesse ausgelöst und strukturiert wird.
Innere Prozesse und äußere Wahrnehmungen stehen in einem
gegenseitigen Zusammenhang. Es wurden die Verhaltensweisen von
Persönlichkeiten auf mögliche Muster und Gemeinsamkeiten hin
analysiert, die auf ihrem Gebiet herausragende Leistungen zeigten.
Man beobachtete, dass die untersuchten Personen tatsächlich
sprachliche (verbale und nonverbale) Verhaltensmuster aufwiesen, die
sich ähnelten.
Als Grundannahme dient dabei die Auffassung, dass der sprachliche
oder gedachte sprachliche Ausdruck (sogenannter "innerer Dialog"),
die bildlichen Gedanken oder auch das Körpergefühl eines Menschen
das subjektive Wahrheitsempfinden einer Person bestimmen. Dieses
Empfinden stellt nach Auffassung der NLP einen Ausdruck innerer
Modelle dar, mit deren Hilfe ein Mensch gedankliche Abbilder seiner
Umwelt entwirft (sogenannte innere Landkarten), um sich sozial zu
orientieren. Sie bestimmen das Weltbild eines Menschen.
Ein fundamentales Instrument zu jedem nur denkbaren Arbeiten mit NLP
sind zwei bewusst erlernbare Fähigkeiten:
Pacing (Anpassen, Mitgehen) spiegelt den Kommunikationspartner und
basiert auf der Annahme, dass sich Menschen, die sich gut verstehen,
einander angleichen (unter anderem in Tonfall, Lautstärke,
Sprechtempo, Körperhaltung, Distanz, Direktheit des Auftretens).
Leading (Führen) hingegen eröffnet neue körpersprachliche oder
tonale Signale, um im Gespräch die Führung zu übernehmen. Dies muss
nicht im selben Augenblick wie beim Gegenüber geschehen, sondern
kann auch zeitversetzt ablaufen und sollte sich im Gespräch mit
Pacing abwechseln. Priorität hat hierbei nicht die Manipulation des
Gegenübers, sondern der bewusste emotionale Kontakt.
Wir gehen davon aus, dass es möglich und sinnvoll ist, einzelne
Methoden aus unterschiedlichen psychologischen Schulen isoliert
voneinander zu erlernen und gezielt zur Verbesserung von
Kommunikation einzusetzen. Hierbei wird deutlich, dass die NLP kein
in sich geschlossenes Lehrsystem darstellt. Den so genannten
"NLP-Formaten" ist gemein, dass sie sich an der Stärkung von inneren
Ressourcen orientieren, den Schwerpunkt in die Aufarbeitung der
Vergangenheit des Menschen setzen, mit einem besonderem Augenmerk
auf Veränderungsarbeit in den kritischen Bereichen (Interventionen,
z. B. HistoryChange, Neuprägung). Die Ressourcenstärkung dient
letztendlich der Überwindung von Problemen, Schwellenängsten,
Blockaden oder Störungen.
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